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Weihnachten in Mexiko: 5 Dinge die man wissen sollte!

Von Emely 26.10.20 15:45

Ah Weihnachten... Familie, Traditionen, Geschenke, der Weihnachtsmann, der Baumstamm und vieles mehr.

Nun stellen Sie sich Weihnachten im Sommer vor, am weißen Strand von Tulum mit einem Margarita in der Hand. Das wäre was oder?

Die Realität sieht für die Mexikaner jedoch ganz anders aus, da sie eine Vielzahl von katholischen Traditionen haben, die befolgt werden.

Hier ist, was Sie wissen müssen, wenn es um Weihnachten in Mexiko geht.

1. Es gibt keinen Weihnachtsmann in Mexiko!

Fernab von europäischen Bräuchen ist es das Jesuskind selbst, dass die Weihnachtsgeschenke bringt. Diese werden dann am 25. morgens von den kleinen Mexikanern geöffnet.

 

der Weihnachtsmann im Schlitten

Der Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen!

 

2. Das Fest geht länger!

Die Weihnachtsfeierlichkeiten beginnen am 16. Dezember und dauern neun Tage in Folge an. Diese neun Tage symbolisieren die neun Monate der Schwangerschaft der Jungfrau Maria und werden "posadas" genannt. Neben den Posadas ist auch das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar eine angesehene Tradition. Mexikanische Kinder lassen ihre Schuhe am Fuße des Baumes stehen, um Geld zu erhalten.

Unten sehen Sie eine Darstellung von David, dem Jesuskind und Maria in einer mexikanischen Kirche. 

 

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Die Wallfahrt von Maria und Josef spielt in einer Schule

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3. Die Posadas

Was sind Posadas? Auf Spanisch bedeutet es Gasthaus. Als Maria und Josef nach Bethlehem pilgerten, baten sie um Almosen und fanden sich in Herbergen wieder. Im Gedenken an diese Reise feiern die Mexikaner die Posadas.

Während der Posadas versammeln sich Familie und enge Freunde an neun Abenden, wie Maria und Joseph während ihrer Reise in Herbergen.  Jede Nacht wird die Pilgerfahrt wie ein Theaterstück aufgeführt. Kinder gehen mit einer Kerze in der Hand und manchmal verkleidet oder mit einer Heiligenstatue in der Hand zu den Nachbarn und bitten um Gastfreundschaft. Im Kinderheim ist es Tradition, dass die Kinder Almosen erhalten. In dem Haus singen "die Pilger" Weihnachtslieder. Zum Abschluss des Tages folgt ein Festessen.
Je nach Familien und Traditionen ist es auch möglich, dass die Gruppe bzw. Familien zweigeteilt werden. Ein Teil der Gruppe bleibt im Haus und der andere Teil trifft sich draußen. Draußen stehen zwei Personen. Eine mit der Figur der Maria und eine mit der des Josef. Die Gruppe draußen bittet im Gesang um Almosen und die Gruppe drinnen weigert sich, diese zu geben. Der Gesang geht weiter, bis sich die Türen öffnen und Maria und Josef hereingelassen werden. Dann werden Kerzen angezündet, und alle versammeln sich für einen Moment der Geselligkeit.

Posadas werden auch in Schulen in Form eines Theaterstücks aufgeführt:

 

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Posadas in der Schule

 

Aber woher kommt diese Tradition? 

Den Historikern zufolge wurden Posadas geschaffen, um mit den aztekischen Traditionen zu konkurrieren. Vom 7. bis 26. Dezember feierten die Azteken die Geburt von 'Huitzilopochtli', dem Gott des Krieges. Papst Sixtus gab Diego de Soria das Recht, die Geburt des Jesuskindes in Form eines religiösen und theatralischen Festes zu rekonstruieren, damit der christliche Glaube nicht untergeht. Dies war ein großer Erfolg und stärkte die christliche Frömmigkeit der Mexikaner!

 

4. Wozu sind die Piñatas da?

Man sagt, die Piñata sei eine Tradition, die ihren Ursprung in China hat und mit der die Chinesen die Ankunft des Frühlings feierten. Der Italiener Marco Polo ließ sich während einer Reise nach China von der Idee inspirieren und brachte sie nach Italien zurück. Dies würde seinen ursprünglichen Namen "pignatta" erklären, was auf Italienisch "zerbrechlicher Tontopf" bedeutet. Die Spanier fanden die Tradition so toll, dass Sie sie übernahmen und dann während der Kolonialisierung nach Mexiko exportierten.

Traditionell besteht die Piñata aus einem zentralen Kreis, der die Erde und ihre Reichtümer repräsentiert. Die 7 farbigen Pikots um sie herum repräsentieren die 7 Todsünden, die Menschen zur Sünde überreden sollen. Die Person mit verbundenen Augen, die die Piñata schlägt, repräsentiert den Glauben, der den Teufel besiegen kann. Die Bonbons und anderen Süßigkeiten stehen für Hoffnung. Beachten Sie, dass es verschiedene Versionen hinsichtlich der Darstellung der Piñata gibt.

Piñatas werden am letzten Tag der Posadas am Heiligabend von Kindern zerstört.

 

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Eine traditionelle Piñata

 

5. Aber geht es an Weihnachten nicht auch ums Essen?

In Deutschland legen wir viel Wert auf unser Weihnachtsessen! Doch was essen die Mexikaner an Weihnachten? Es gibt viele verschiedene Weihnachtsrezepte, hier sind die wichtigsten:

El bacalao ist ein Gericht, das zu Weihnachten oder zu besonderen Anlässen wie Ostern gegessen wird. Das Gericht besteht aus Kabeljau, Zwiebel, Tomaten, Chili, Kartoffeln und vielen weiteren Zutaten.


Pavo o Guajolote ist die mexikanische Version des Truthahns und ist mit Schweine- oder Rindfleisch oder Gemüse gefüllt. Es wird in Weißwein mit Pflaumen und Kräutern gekocht, was dem Gericht eine ganz spezielle Note verleiht. 


El Ponche ist das mexikanische Weihnachtsgetränk. Für die Herstellung werden nur 5 Zutaten benötigt: Tamarinde, Zuckerrohrstücke, Apfel, Guave, Pflaumen und mexikanischer Weißdorn (Tejocotes genannt).

 

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Die Zubereitung von El Ponche

Ich hoffe wir haben Ihnen Geschmack auf Weihnachten gemacht und Sie gut auf das mexikanische Weihnachten vorbereitet! Um die vorweihnachtliche Zeit zu überbrücken, können Sie gerne noch weitere Blog Einträge durchstöbern. Hier zum Beispiel Die Top 6 Gerichte in Kuba 

oder Top 10 Panama Sehenswürdigkeiten.

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Für dieses Jahr wünscht Ihnen das gesamte Viventura-Team eine Frohe Weihnacht : ¡ Feliz Navidad ! 



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